Atmung und Yoga

Die Atmung wird im Yoga als Pranayama bezeichnet. „Prana“ ist die Lebensenergie und „ayama“ bedeudet Ausdehnung. Wir regulieren unser Prana, um unserer Atmung mit Jennifer HößlerAlltagsbegrenzungen zu überwinden. Dazu gehört die bewusste Kontrolle über Aufnehmen, Anhalten und Ausstoßen des Atems. Mithilfe des Pranayama lenken wir das Prana, um einen optimalen Gesundheitszustand zu erlangen. Ziel des Pranayama ist, die Funktion der Atmung zu verbessern, des Instrumentes, das schlechthin zur Reinigung von Körper, Geist und Intellekt dient. Prana erhält alle Form physischen Lebens. Ohne Wasser oder Nahrung können wir vielleicht ein paar Tage überleben, ohne Atem aber hört das Leben schlagartig auf. Der Atem beeinflusst die Aktivitäten jeder Zelle im Körper, doch was noch wichtiger ist: Er ist eng mit der Gehirnfunktion verknüpft, er schenkt uns Vitalität, schärft unsere Wahrnehmung und unseren Geist. Eine effiziente Atmung stärkt den Blutkreislauf, ohne den weder Nahrungsaufnahme noch Verdauung möglich wären. Ist diese gestört machen uns Giftstoffe im Körper krank. Regelmäßiges Pranayama verbessert den Blutfluss, und das kommt Nerven, Gehirn, Rückenmark und Herzmuskel gleichermaßen zugute. Die Atmung ist die Brücke zwischen Bewusstsein und Unbewussten. Zwischen dem Atem und unserem Geisteszustand besteht eine enge Verbindung. Wenn wir aufgeregt oder gestresst sind, beschleunigt sich die Atmung. Entspannen wir uns wird sie tiefer und ruhiger. Wenn wir den Atem kontrollieren, bekommen wir unser Leben in den Griff. Mit Pranayama können wir Schmerz und Anspannung lösen.

Es gibt eine menge verschiedene Atemtechniken im Yoga. Auf dieser DVD möchte ich euch zwei davon Vorstellen:

Die sogenannte Ujjayi Atmung wird meist in allen dynamischen Yoga Arten angewandt und ist ein wichtiger Bestandteil des Vinyasa Yoga. Der Atem macht eine Übung erst zu Yoga- die Vereinigung von Körper, Atem und Geist. Ujjayi bedeutet „siegreich“ und wird als anregend, wärmend und harmonisierend beschrieben. Es ist eine subtile Atmung, da sich damit die feinen Geisteszustände steuern lassen. Die Lungen erreichen dabei ihre maximale Ausdehnung und der Körper wird optimal mit Sauerstoff versorgt.

 

Atmung und Yoga - ein wichtiges Element

  • Übung: Ujjayi Atmung

Die Wechselnasenatmung (Nadi- Sodhana) reinigt die Energiekanäle. Gleicht unsere Körperhälften Linke und rechte Seite aus und wirkt beruhigend und reinigend.

Die linke Körperhälfte steht für den „Mond“, die weibliche Energy (Fühlen, Intuition, Ruhe), die rechte Körperhälfte für die „Sonne“ die männliche Energie (Machen, Schaffen, Stärke).

Egal ob wir Frau oder Mann sind wir haben immer beide Energien (YIN und Yan) in uns. In unserer Arbeitsgesellschafft wird oft etwas die weibliche Energie unterdrückt, da wir selten zur Ruhe kommen, uns keine Pausen gönnen. Die Atmung hilft wieder „runterzufahren“. Sie kann jedoch anregend wirken, wenn wir mit dem rechten Nasenloch starten oder beruhigend, wenn wir mit dem linken Nasenloch starten. Meist wird in der Praxis mit dem linken Nasenloch angefangen.

  • Übung für Nadi Sodhana